Ausbildung endet für uns nicht am Gartenzaun – und schon gar nicht an Landesgrenzen. Deshalb waren wir im Oktober gemeinsam mit dem Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) Teil einer Ausbilder-Delegation in Ungarn, um ein neues internationales Austauschprojekt im Rahmen von Erasmus+ vorzubereiten.
Solche Reisen sind für uns ein wichtiger Baustein moderner Ausbildung. Bevor unsere Auszubildenden ins Ausland gehen, verschaffen wir uns selbst ein genaues Bild vor Ort: Welche fachlichen Inhalte stehen im Mittelpunkt? Welche Besonderheiten prägen den Garten- und Landschaftsbau im jeweiligen Land? Und wie lassen sich Praxis, Lernen und kultureller Austausch sinnvoll verbinden?
In Ungarn führte uns die Reise unter anderem zu einem historisch bedeutsamen Ort. Auf einem Friedhof erinnert ein Denkmal an Deutsche, die von dort flüchten mussten. Gemeinsam mit der Kommune entstand die Idee, diesen Platz gärtnerisch weiterzuentwickeln – ein Projekt, das sich hervorragend für einen späteren Einsatz unserer Auszubildenden eignet. Ergänzt wurde das Programm durch fachliche Besichtigungen, darunter eine große Obstbaumschule im Raum Budapest sowie Steinbrüche, die spannende Einblicke in Naturstein, Materialkunde und regionale Bauweisen boten.
„Uns ist wichtig, dass unsere Auszubildenden sehen, wie vielseitig unser Beruf auch außerhalb Deutschlands ist“, sagt Inhaber Dirk Blanik. „Andere Länder setzen andere Schwerpunkte – genau daraus kann man unglaublich viel lernen.“
An der einwöchigen Erkundungsreise nahmen zehn Ausbilder aus Mitgliedsbetrieben des Verbandes teil. Die eigentlichen Austauschaufenthalte der Auszubildenden dauern später etwa zwei Wochen – begleitet durch eine feste Betreuungsperson des Verbandes. Neben der praktischen Arbeit bleibt dabei bewusst Zeit, Land, Leute und Kultur kennenzulernen, denn Lernen findet nicht nur auf der Baustelle statt.
Für uns ist dieses Engagement selbstverständlich. „Wir wollen mehr bieten als das, was im Ausbildungsrahmenplan steht“, so Dirk Blanik. „Diese Erfahrungen stärken nicht nur die fachliche Kompetenz, sondern auch Persönlichkeit, Selbstständigkeit und Teamgeist.“
Internationale Projekte wie Erasmus+ sind für unsere Auszubildenden eine echte Bereicherung und für uns eine Investition in die Zukunft des Garten- und Landschaftsbaus.